10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit – Auch fĂŒr Frauen verschĂ€rft sich die Wohnungsarmut

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) unterstĂŒtzt die Aktion der Katholischen Bundesarbeits-gemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) und weist auf ein erhöhtes Risiko von Frauen hin, wohnungslos zu werden.

 

Dortmund/Berlin, 08.09.2017. Mit Sorge weist der SkF darauf hin, dass Wohnungslosigkeit immer mehr Menschen betrifft. Besonders alarmierend ist fĂŒr den Frauen-wohlfahrtsverband, dass vermehrt Frauen keinen angemessenen und bezahlbaren Wohnraum finden. Nach einer Prognose der freien WohlfahrtsverbĂ€nde werden im Jahr 2018 ĂŒber 160.000 Frauen in Deutschland obdachlos sein. 

Es trifft Frauen in sehr unter-schiedlichen Lebenssituationen. Selbst Frauen, die in einem sozialversicherungs-pflichtigen ArbeitsverhĂ€ltnis stehen, erzielen nicht selten ein zu geringes Einkommen, um eine Wohnung, besonders in BallungsrĂ€umen, finanzieren zu können. 

HĂ€ufig sind Frauen aufgrund der Kinderversorgung und wegen zu geringer Betreuungsangebote in Teilzeit oder in Minijobs beschĂ€ftigt. Zudem verdienen Frauen in schlecht bezahlten Branchen oft zu wenig. Besonders Ă€ltere Frauen, die ihr Leben lang unter diesen Bedingungen gearbeitet haben oder lange Erwerbs-unterbrechungen hatten, erhalten kleine Renten, die zu Armut und Obdachlosigkeit fĂŒhren.

„Empörend!“ Da sind sich SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus und die Berliner SkF Chefin Dagmar Löttgen einig. Daher unterstĂŒtzen sie als Mitgliedsverband in der KAG W die Aktion „10 Gebote gegen Wohnungslosigkeit“. Der SkF fordert, dass sich der neue Bundestag fĂŒr die BekĂ€mpfung von Wohnungsnot einsetzt. Die bestehenden Hilfen mĂŒssen besonders fĂŒr Ă€ltere Frauen ausgebaut werden. Zudem mĂŒssen politische Maßnahmen entwickelt werden, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Es muss alles daran gesetzt werden, dass Frauen nicht so oft von Armut bedroht sind“, betont SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus. „Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auch fĂŒr Alleinerziehende und die bessere Bezahlung der Berufe in Pflege und Erziehung sowie in vielen Dienstleitungsbranchen sind dringend notwendig.“ 

Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen trotz Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und Teilzeitjobs Angst haben mĂŒssen, auf der Straße zu landen“, verdeutlicht Dagmar Löttgen, SkF Vorsitzende in Berlin. „Besonders aus unserer Erfahrung in Berlin heraus wissen wir von vielen dieser FĂ€lle und rufen die Politik auf, entschieden zu handeln.“

Der SkF unterstĂŒtzt mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 143 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 FrauenhĂ€user, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kinder-tagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Flyer zur Kampagne hier zum Download

 

Kunst im Jugendhaus Am Steinberg

Vom 14. bis 18.08.2017 war im Rahmen des Sommerferienprogramms der Spanische KĂŒnstler Javier Lando Blanco zu Gast im Jugendhaus. 

Mit zahlreichen SprĂŒhdosen ausgestattet hieß es in der Woche das Jugendhaus zu verschönern.  In verschiedenen Workshops wurde gemeinsam mit insgesamt 50 Kindern und Jugendlichen das Haus verschönert. 

Mit großer Begeisterung gestalteten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Javier zu den Themen Kinderrechte, Technik, Sport und Natur zahlreiche WĂ€nde im Haus. Selbst das BĂŒro der GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Birgit Kaatz konnte mit einer gesprĂŒhten Variante des SkF-Logos verschönert werden. 

Zum Abschluss der Aktion konnten die Kinder und Jugendlichen noch eine eigene Leinwand in Graffiti Technik gestalten. Eine unvergessliche Woche ging sehr schnell vorbei, doch die Planungen fĂŒr eine Neuauflage im kommenden Jahr laufen schon.